FDP will nach der Wahl mitmischen - Patrick Büker als Spitzenkandidat gewählt

Spitzenkandidat Patrick Büker (rechts) mit Berit Seidel (v.l.n.r., Listenplatz 3), Manuela Schwartz (Listenplatz 6), Dirk Bursian (Listenplatz 5) und Simon Gerhard (Listenplatz 2). Es fehlt Michael zur Heiden (Listenplatz 4).
Spitzenkandidat Patrick Büker (rechts) mit Berit Seidel (v.l.n.r., Listenplatz 3), Manuela Schwartz (Listenplatz 6), Dirk Bursian (Listenplatz 5) und Simon Gerhard (Listenplatz 2). Es fehlt Michael zur Heiden (Listenplatz 4).

Mit Optimismus und Gestaltungswillen gehen die Freien Demokraten in Rheda-Wiedenbrück in die Kommunalwahlen am 13. September. Auf ihrer Wahlversammlung wählten sie nun ihr Kandidatenteam in den Wahlbezirken und auf der Reserveliste und beschlossen das Wahlprogramm. Zu ihrem Spitzenkandidaten wählten die Freien Demokraten ihren Fraktionsvorsitzenden Patrick Büker.

 

„Wir möchten Rheda-Wiedenbrück zukunftsfit machen!“, beschwor der 28-jährige Betriebswirt gleich zu Beginn seiner Rede die anwesenden Parteimitglieder auf den Wahlkampf ein. Mit einem zweistelligen Ergebnis möchte die FDP nach der Wahl Verantwortung für die Stadt übernehmen. „In vielen Politikfeldern erleben wir eine falsche Prioritätensetzung. Wir sollten es uns zum Ziel nehmen, die Stadt mit der niedrigsten Grundsteuer B im Kreis Gütersloh zu werden!“, unterstrich er die aus seiner Sicht überfällige Diskussion um ein Entlastungspaket für die Bürger und erinnerte an die von der CDU beschlossene Steuererhöhung nach der letzten Kommunalwahl.

 

Um neuen Wohnraum zu schaffen benötige die Stadt eine Wohnungsbauoffensive. „Wir denken hier an die Erschließung neuer Quartiere, aber auch an Nahverdichtung. Statt den Wohnungsmarkt weiter zu regulieren werden wir verstärkt auf private Bauträger setzen, die die Preiserwartungen von Grundbesitzern erfüllen können. Wir werden aber nur dann Planungsrecht schaffen, wenn ein Großteil der Flächen zu bezahlbaren Preisen an junge Familien veräußert wird und ein Mindestanteil von 20% dem sozialen Wohnungsbau zugeführt wird“, erläutert Büker das Konzept und ergänzt: „Werden wir die Stadt, die in den kommenden fünf Jahren den meisten Wohnraum im Kreis Gütersloh schafft!“

 

Faire Chancen seien die Grundvoraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben. Deshalb setzen sich die Freien Demokraten für weltbeste Bildung an den städtischen Schulen ein. Die Corona-Krise habe gezeigt, dass es bei der Digitalausstattung noch große Mängel gibt. Die Stadt müsse aber eine Vorreiterrolle einnehmen und die digitalsten Schulen im Kreis Gütersloh haben. Außerdem fordert die FDP eine noch bessere Zusammenarbeit der Schulen im Oberstufen- und Differenzierungsbereich. „Mit uns wird es auch keine Debatten über Schulschließungen geben, wie sie zuletzt über die Wenneberschule geführt wurde“, unterstreicht der FDP-Spitzenkandidat.

 

Weitere Wahlkampfthemen sind die Ausweisung neuer Gewerbegebiete, die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, eine Flexibilisierung der Kindertagesbetreuung mit niedrigeren Elternbeiträgen und eine Sicherung der Ärzteversorgung.

 

Auf die folgenden Listenplätze wählten die Freien Demokraten Simon Gerhard, Berit Seidel, Michael zur Heiden, Dirk Bursian, Manuela Schwartz, Carola Oesselke, Matthias Hegel, Heinrich Splietker und Ingo Besselmann. Der Stadtverbandsvorsitzende Ingo Besselmann zeigte sich erfreut über die gewählte Reserveliste: „Wir machen den Wählern ein Personalangebot, das tief in unserer Stadtgesellschaft verwurzelt ist und alle Stadtteile repräsentiert.“

 

In den Wahlbezirken zur Ratswahl kandidieren:

  • Rheda: Dr. Gernot Landenberger (Arzt), Marquardt von Hodenberg (Geschäftsführer), Matthias Hegel (Lehrer), Karin Tönnessen-Lersmacher (Ingenieurin für Bekleidungstechnik), Ernst Sebbel (Bankkaufmann/Rentner), Christian Hauser (Wirtschaftsjurist), Marco Kunze (Verwaltungsfachangestellter), Ingo Besselmann (Steuerberater);
  • Wiedenbrück: Marc Tecklenborg (Textilkaufmann), Frank Brückner (Industriekaufmann), Berit Seidel (Dipl.-Juristin), Simon Gerhard (Geschäftsführer), Michael zur Heiden (Bankbetriebswirt), Manuela Schwartz (selbstständige Webdesignerin), Bernd Lewe (Inneneinrichter/Rentner), Dirk Bursian (Kaufmann);
  • Lintel: Carola Oesselke (Verkaufsberaterin)
  • Batenhorst: Patrick Büker (Betriebswirt)
  • St. Vit: Heinrich Splietker (Dipl.-Ingenieur)

Auf der anschließenden Wahlversammlung des Kreisverbandes zur Kreistagswahl wählten die Freien Demokraten Thorsten Baumgart aus Schloß Holte-Stukenbrock zu ihrem Spitzenkandidaten, gefolgt von Silke Wehmeier (Steinhagen) und Berit Seidel (Rheda-Wiedenbrück). In den Rheda-Wiedenbrücker Wahlbezirken kandidieren: Patrick Büker (108; Wiedenbrück-Ost, Batenhorst, St. Vit), Marquardt von Hodenberg (109; Rheda-West), Ingo Besselmann (110; Rheda-Ost, Lintel), Berit Seidel (111; Wiedenbrück-West).

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